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An der Goethe-Universität in Frankfurt am Main/HeBIS-Verbund

Beginn: 10.30 Uhr

Ende: 15.30 Uhr

Teilnehmer*innen



BVBFehn, OtmarUB Bayreuth
BVBFindling, HansBSB München
BVBTecler, JanaBSB München
GBVHeering, IngeMH Hannover
GBVWillwerth, ReginaVZG Göttingen
hbzDressel , GabrieleULB Bonn
hbzFleck, SilkeULB Düsseldorf
hbzPolednik, Maritahbz
hbzSchackmann, Elmarhbz
HeBISRabeneck, TatjanaHeBIS Verbundzentrale (Protokoll)
HeBISSinkovic, MartinaHeBIS Verbundzentrale 
HeBISKress, TamaraUB Frankfurt
HeBISRömer, JuttaUB Marburg (Protokoll)
HeBISJörz, AngelaStB Mainz
HeBISvon Kirchner, AnneHS Rhein-Main
HeBISSchultheiss-Barth, UrsulaHLB Fulda (Protokoll)
HeBISLoeschke, JuliaUB Mainz
HeBISSauer, MartinaUB Kassel (Moderation)
HeBISLampert, DorisULB Darmstadt (Protokoll)
HeBISWolf, AndreaUB Gießen
HeBISLorenz, Kathrin UB Mainz
KOBVFranck, HildeZuse Institut Berlin
KOBVKerber, SimoneUB der FU Berlin
KOBVHeinrich, IndraStaBi Berlin
KOBVLais, MarionLeihverkehrszentrale, Zentral- und Landesbibliothek Berlin
SWBBöse, CorneliaSLUB Dresden
SWBHassel, LenaBSZ Konstanz
SWBRumpel, JuttaHS Albstadt-Sigmaringen
SWBSchmidgall, KarinDLA Marbach

Tagesordnung:



TOP 1 Begrüßung durch Herrn Dr. Uwe Risch (Leiter der HeBIS-Verbundzentrale)

Herr Dr. Risch, der Leiter der HeBIS-Verbundzentrale, begrüßt die Teilnehmer des 7. Überregionalen Leihverkehrstreffen.
Er weist in seiner Einführung auf den gut funktionierenden Service der beteiligten Bibliotheken hin.

TOP 2 Passive Fernleihe in HeBIS (Julia Loeschke, UB Mainz)

Frau Julia Loeschke (UB Mainz) stellt in ihrem Vortrag die passive Fernleihe des HeBIS-Verbundes vor.

Im Anschluss an den Vortrag wurden die folgenden Fragen beantwortet:

  • Werden die nicht verbrauchten Fernleihgebühren im Hessischen Verbund an den Nutzer zurückgezahlt? - Ja. Die Fernleihgebühren müssen im Voraus bezahlt werden, die Verwaltung der Konten erfolgt in TransferLight.
  • Kann der Nutzer den Verbund auswählen, von dem er die Bestellung geliefert haben möchte? - Nein. Der Leitweg wird automatisiert festgelegt. Bei Titeln ohne ISBN kann der Verbund gezielt ausgewählt werden.
  • Kann ein Nutzer mehrere Identitäten im HeBIS-Verbund haben? - Ja, ein Nutzer kann einen Bibliotheksausweis in mehreren hessischen Bibliotheken besitzen und damit auch mehrere Fernleihkonten.
  • Gibt es eine Bestellobergrenze für Bibliotheken in HeBIS? Ja, jedoch ist diese in den Universitäts- und Landesbibliotheken sehr hoch. Für kleinere Bibliotheken wurde die Anzahl der maximalen Bestellungen pro Tag individuell von der Verbundzentrale eingetragen. In diesen Fällen kann das tägliche Bestellvolumen erreicht werden. Es besteht außerdem die Möglichkeit, von der Verbundzentrale eine Schließzeit eintragen zu lassen. Diese Angaben sind jedoch von außerhalb des HeBIS-Verbundes nicht sichtbar.
  • Wie funktioniert die Bearbeitung der eingehenden Medien? Im Lokalsystem OUS werden Kurztitelaufnahmen erstellt, die Verbuchung erfolgt ebenfalls im OUS.  
  • Wie funktioniert die Bereitstellung von Artikelbestellungen? Über einen Print-Client in den Bibliotheken.

TOP 3 Aktive Fernleihe in HeBIS (Andrea Wolf, UB Gießen)

Frau Andrea Wolf (UB Gießen) stellt in ihrem Vortrag die aktive Fernleihe des HeBIS-Verbundes vor.

Für alle anderen Verbünde ist es wichtig zu wissen, dass Statusänderungen nach dem Quittieren der Bestellung nicht mehr möglich sind.

Im Anschluss an den Vortrag wurden die folgenden Fragen erläutert:

  • Über welche Schnittstelle funktioniert FILOU? - Über das ELEKTRA-Portal. FILOU (Fernleihe im lokalen OUS) ist die automatische Verfügbarkeitsüberpüfung des HeBIS-Verbundes. In einem Job, der alle 3 Minuten aufgerufen wird, werden alle offenen Fernleihbestellungen einer oder mehrerer HeBIS-Bibliotheken auf ihre aktuelle Verfügbarkeit geprüft. Dazu wird der jeweilige OPAC aufgerufen und dort die Verfügbarkeit des entsprechenden Mediums angefragt. Ist das Medium nicht verfügbar, so wird die Bestellung automatisch negativ quittiert. Mithilfe der FILOU-Uhr können die Bibliotheken überprüfen, wann sie an der Reihe sind. Der automatische Abgleich findet in jeder Bibliothek stündlich zu einem anderen Zeitpunkt statt. 
  • Wie funktionieren Buchbestellungen in HeBIS? Die Bestellungen werden im Zentralsystem aufgerufen und anschließend ausgedruckt. Die Verbuchung erfolgt im lokalen Bibliothekssystem OUS.
  • Wie werden Aufsatzbestellungen bearbeitet? Die Aufsätze aus Printzeitschriften werden gescannt und an den HeBIS-FTP Server geschickt. Von dort werden die Scans an die bestellenden Bibliotheken verschickt, die an der E-Kopien-Fernleihe teilnehmen. Die nehmende Bibliothek startet den installierten Print-Client und druckt den Aufsatz aus, ohne dass die Datei lokal gespeichert wird. Es besteht auch die Möglichkeit, die Scans auszudrucken und per Post bzw. über den Containerversand zu verschicken. Über einen zweiten FTP-Zugang werden die PDF's aus den E-Journals verteilt.
  • Bearbeitungsstand Fernleihindikatoren bei E-Journals? In Hessen sollten inzwischen bei allen Zeitschriftentiteln in der EZB bzw. der ZDB die Fernleihindikatoren angegeben sein.    
  • Fehlende Bestellunterlage? Über den Qualitätsmonitor kann die HeBIS-Auftragsnummer ermittelt werden. Man kann dort zum Beispiel nach dem Autor oder dem Titel des gelieferten Mediums suchen. 

TOP 4 UrhWissG § 60e Absatz 5 - was nun? (Gastvortrag von Prof. Dr. Eric Steinhauer, UB Hagen)

Prof. Dr. jur. Eric Steinhauer von der Universitätsbibliothek der Fernuniversität Hagen, dessen Forschungsschwerpunkt das Urheber- und Bibliotheksrecht umfasst, hielt einen sehr informativen Vortrag mit dem Thema "UrhWissG § 60e (5) - was nun?"

In dem Vortrag wurde auf die Problematik der Kioskzeitschriften und Zeitungen, Fernleihbestellungen der gewerblichen Nutzer, Bestellungen auf Sammelbände und der Behandlung von verwaisten Werke eingegangen.

Der Inhalt des Vortrags wird 2020 in einem Aufsatz veröffentlicht und soll als Diskussionsgrundlage für die Evaluierung der EU-Richtlinie 2019/790 über das Urheberrecht dienen. Die Mitgliedstaaten müssen bis zum 7. Juni 2021 Rechts- und Verwaltungsvorschriften in Kraft setzen, um dieser Richtlinie nachzukommen. 

TOP 5 Erfahrungsaustausch

E-Book-Fernleihe

Im BVB und SWB ist die E-Book-Fernleihe möglich, jedoch nicht verbundübergreifend zwischen BVB und SWB. Bisher gibt es aber nur mit wenigen Verlagen entsprechende Lizenzverträge. Die Bestellung erfolgt automatisiert. Ist keine Papierausgabe verfügbar, wird die Bestellung durchaus auch anhand eines E-Books erledigt.  Die bayerischen Bibliotheken schicken auch einzelne Kapitel in Papierkopie, wenn es laut Lizenzvertrag gestattet ist. Man kann an Bibliotheken in anderen Verbünden eine E-Mail-Anfrage senden, wenn nur einzelne Kapitel gewünscht sind. Viele Lizenzverträge erlauben den Versand von Papierkopien. Verbünde, in denen eine Freie Bestellung möglich ist, sollten diesen Weg für die Anfrage wählen.

DEAL

Zum Ablauf des Jahres 2019 haben weitere Bibliotheken angekündigt, ihren Vertrag mit Elsevier nicht mehr zu verlängern.

Die BSB München hat die Elsevier Freedom Collection weiter lizenziert. Liefern können unter anderem auch noch die TIB Hannover, die UB Cottbus, die USB Köln, die ZB Med Köln und die UB Heidelberg. Für die hessischen Bibliotheken bestand schon seit 2018 kein Zugriff mehr.

Die Teilnehmer berichteten, dass die Nachfrage nach den Elsevier Zeitschriftenaufsätzen stark nachgelassen hat. Man vermutet, das andere Beschaffungswege genutzt werden. Einige Bibliotheken erlassen Ihren Nutzern die Fernleihgebühr auf Elsevier-Bestellungen. Die UBn Gießen und Marburg bestellen für Hochschulangehörige auch kostenfrei über Subito. Die ULB Darmstadt hat seit 2018 580 Bestellungen über Subito und die Fernleihe getätigt. Die Subito-Bestellungen sind für Beschäftigte der TU Darmstadt kostenlos, für Studierende der TU Darmstadt werden kostenlose Fernleih-Bestellungen angeboten. Zur Zeit bestellen die ULB Darmstadt und die UB Gießen 20-30 Aufsätze über Subito oder die Fernleihe pro Monat.

Nach dem Abschluss des DEAL-Wiley-Vertrag konnte auch mit dem Verlag SpringerNature ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet werden, das die Eckpunkte eines zukünftigen Vertrages skizziert. 

Lieferung von Farbkopien

Die Teilnehmer des HeBIS-Verbundes erstellen auf Wunsch Farbkopien, die von der bestellenden Bibliothek farbig ausgedruckt werden können.

AG Transport

Frau Lais (KOBV) informiert, dass neue Mitglieder für die AG Transport benannt wurden - Frau Kress (HeBIS) und Frau Heinrich (KOBV).

Die AG hält regelmäßig über E-Mail Kontakt. Die Bibliotheken sollen Transportproblematiken lokal sammeln und über ihre jeweiligen Vertretungen der AG Transport mitteilen.

Eine Prozessdarstellung für verlorengegangene Transport-Container findet sich im Wiki des GBV https://verbundwiki.gbv.de/display/VZG/AG+Transport.

Wertersatz von Fernleihmedien

Die Teilnehmer diskutierten, wie der Wertersatz von Fernleihmedien berechnet wird. Als Ergebnis kann man feststellen, dass es verschiedene Vorgehensweisen gibt: Neukauf des Mediums, Kauf des Mediums über ein Antiquariat oder auch Rechnungsstellung.

Die meisten Bibliotheken bevorzugen eine Rechnungsstellung und keinen Versand eines neu gekauften Exemplars.

Verschiedenes

Die Teilnehmer des HeBIS-Verbundes bitten die Vertreter der anderen Verbünde, die folgenden Wünsche an die angeschlossenen Bibliotheken weiterzugeben:

  • Angabe des Sigels der Bibliotheken auf den Begleitschreiben
  • Darstellung der Bestellnummer als Barcode
  • Angabe aller Bestellnummern im Mahnschreiben
Begleitzettel (Leihscheine, Verbuchungsbelege)

Es wurde darüber diskutiert, ob für den Rückversand Begleitzettel noch benötigt werden. Diese Problematik soll in den Verbünden thematisiert werden.   

Recherchemöglichkeit Partnerbestellnummer

Im HeBIS-Verbund besteht die Möglichkeit, anhand der Bestellnummern der Partnerverbünde die HeBIS-Auftragsnummer zu ermitteln. Diese Recherche funktioniert nur zwischen HeBIS und einem Partnerverbund. Wer Interesse an diesem Programm hat, kann sich an Frau Sinkovic (HeBIS-Verbundzentrale) wenden: hebisfernleihe@ub.uni-frankfurt.de

E-Mail-Anfragen, Vormerkwünsche
  • Da Quittierungen z.Tl. sehr pauschal innerhalb der Verbünde übermittelt werden, zieht das immer wieder Nachfragen nach sich. Es gibt auch Bibliotheken (Stadtbibliotheken), denen keine Web-Oberfläche zur Verfügung steht.
  • Im KOBV sind z.B. keine Bestellungen ohne Besitznachweis in einer Bibliothek möglich. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass systemseitig keine besseren Quittungskommentare angeboten werden können.
  • Vormerkwünsche: im GBV gibt es Bibliotheken, bei denen die Online-Vormerkung nicht machbar ist. Im KOBV ist keine zielgerichtete Vormerkung möglich. Generell sollten alle Online-Optionen ausgeschöpft werden.
Empfehlung der AG Leihverkehr zur Erfassung von Bestellungen auf Artikel aus Zeitungen und Kioskzeitschriften

Siehe Protokoll der Sitzung der AG Leihverkehr vom 08.05.2019, TOP 4

Rückfrage von Frau Lais (KOBV): Aufgrund der anstehenden Evaluierung des Gesetzes wurden 2019 Bibliotheken gesucht, die über einen frei wählbaren Zeitraum von 3 Monaten mitzählen, wie viele Anfragen/Bestellwünsche (mit thematischer Einordnung) auf eine Kioskzeitschrift oder eine Zeitung abgelehnt werden müssen.

Rückmeldungen kamen von der BSB, vom GBV und von HeBIS. Der SWB und das HBZ werden Anfang 2020 die Dokumentation abgeschlossen haben.

  • Vorschlag: Bei besonders geeigneten Bibliotheken soll eine weitere Erhebung über 3 Monate (mit Erfassung von abgelehnten Bestellungen, Ersatzlieferung von Filmen oder Originalen), getrennt nach Zeitungen und Kioskzeitschriften stattfinden.


Vorträge

Passive Fernleihe im hebis-Verbund

Aktive Fernleihe im hebis-Verbund

UrhWissG § 60e Absatz 5 - was nun? (Gastvortrag von Prof. Dr. Eric Steinhauer, UB Hagen) Dieser Vortrag wurde den Teilnehmer*innen zur internen Nutzung zur Verfügung gestellt.


Die Protokolle und Vorträge der vorherigen Sitzungen finden Sie auf der folgenden Seite:

https://wiki.bsz-bw.de/pages/viewpage.action?pageId=4892650